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Schiefergas - wie die Gewinnung unser Trinkwasser bedroht
28.05.2011

Schiefergas ist ein natürlich vorkommendes Erdgas, das in Tonsteinen entsteht und gespeichert wird. Schiefergas gilt als unkonventionelle Erdgasquelle.

In Europa sollen davon 50 Billionen m³ gelagert sein.
Steigende Energiepreise machen die Förderung unkonventioneller Gas vorkommen immer rentabler.
Dieses Gas wird durch ein umstrittenes Verfahren ”Hydraulic Fracturing”, - genannt Fracking gewonnen.

Zum Vorgehen:
ausgehend von horizontalen Bohrungen, werden Millionen Liter Wasser (gigantische Mengen), Sand und Chemikalien in den Untergrund gepumpt, bis dieser, begleitet von Erdbeben der Stufe 1-2 aufbricht. Dieser „Gift“ - Cocktail dringt in die Risse ein und lässt das Gas entweichen!

Der größte Teil des Wassers, der wieder an die Oberfläche zurückkommt, enthält erhebliche Mengen gelöster Salze und radioaktive Elemente. Das Gas tritt aus den Spalten aus und wird gefördert.

Zu den Chemikalien gehören unter anderem: Toluol, Benzol und Xylol. Sie sind krebserregend und wassergefährdent.

Dazu ein Bericht:
www.ARD.de

In den USA wird seit ca. 10 Jahren durch Fracking Gas gewonnen.
Dabei zeigen sich bereits gravierende Nebenwirkungen durch das Fracking:
° Gas dringt an anderen Stellen aus dem Erdreich und gelangt auch in Trinkwasserbrunnen. Die Folge ist: brennendes Wasser.
° Gigantische Mengen von (Süß)Wasser sind erforderlich, - der Grundwasserspiegel sinkt.
° Das Frack-Wasser muss sicher gelagert oder „umständlich“ „entsorgt“ werden.
° Durch Mikro Lecks entweicht Methan. Smog ist die Folge. Gesundheitsgefährdende Konzentrationen lösen Krankheiten aus.
° Die begrenzte Förderkapazität hat zur Folge, dass im Abstand von wenigen Kilometern neue Bohrtürme errichtet werden.
° Der Betrieb ist mit erheblichem LKW – Verkehr verbunden: das Gas, - die Chemikalien und das Wasser müssen abtransportiert werden.

Umweltschützer sind überzeugt das auch in Österreich bereits nach schmutzigen Gas gebohrt wird.


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